Maryam Katan

Portrait von der Künstlerin Maryam Katan
Maryam Katan

Maryam Katan ist eine iranische Künstlerin, die mit Animation, Film und audio-visuellen Installationen arbeitet. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich mit  Phänomenen der Verschiebung und der Neupositionierung von Bedeutungen in nicht originären Kontexten und sucht nach alternativen kognitiven Modellen.

Ihre frühe Suche konzentrierte sich hauptsächlich auf virtuelle Identität und Medienimmersion. Sie schenkt alternativen Aufführungsformatenund der Interaktion zwischen Video und Performance, Kunst im öffentlichen Raum und der offenen, nicht determinierten   Begegnung des Publikums mit dem Kunstwerk große Aufmerksamkeit. In letzter Zeit beschäftigt sie sich mit Animation als Ansatz, Bewegungsintervention und Reanimation als Akt des Widerstands.

Nachdem sie 2015 ihren Abschluss in Animationsregie an der Tarbiat Modares Universität in Teheran gemacht hatte, beschäftigte sie sich mehr mit experimentellen Animationsstudien. Maryam begann dann, als Redakteurin der Abteilung für experimentelle Animation in einem iranischen Magazin zu arbeiten, das auf Animation spezialisiert ist und vom DEFC (dem Dokumentar- und Experimentalfilmzentrum) herausgegeben wird, sowie als Vorstandsmitglied des Kollektivs „Animation; Experiment“.

Ich bin in den letzten vier Jahren zwischen Teheran und verschiedenen Orten hin und her gezogen aber ohne das Ziel dorthin einzuwandern zu wollen. Stattdessen waren diese Abreisen eher an die Ideen einer eventuellen Rückkehr, eines vorübergehenden Zustands und des Konzepts des Künstlers in Bewegung gebunden. Außerdem waren diese Aufbrüche, wie ich im Nachhinein feststellte, von der illusorischen Annahme geprägt, effektiv zu sein. Meine Art künstlerischer und kultureller Aktivität, im Zusammenspiel mit der eher isolierten und sichereren Mittelschicht, der ich angehörte, entfernten sich allmählich von dem, womit ein zeitgenössisches Individuum im Iran zu kämpfen hat. Die potenziellen Punkte des Widerstands, die ich für gültig hielt, schienen ihren Sinn verloren zu haben. Auf der Suche nach mehr Stabilität und einem Kontext, der sich von der ewigen iranischen Binarität von Not und Hoffnung unterscheidet, wanderte ich 2020 nach Belgien aus. Nach einer kurzen Zeit, in der ich in Gent lebte und studierte, entschied ich mich, nach Berlin zu ziehen, um meine Kunst- und Forschungspraxis weiter zu entwickeln„.

https://maryamkatan.com/

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