Künstler:innen

Gloria Madas

Gloria Madas. Bild von violetamal

Gloria Madas ist eine chilenische Künstlerin, die als Folge der Diktatur in Chile in der deutschen Stadt Neuss geboren wurde. Nachdem sie als Kind ihre ältere Schwester im spanischen Zentrum in Neuss tanzen sah, entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Tanz.  Zurückgekehrt nach Chile, vertiefte sie sich parallel zu ihrer Schul- und Universitätsausbildung in den Flamenco. Dies motivierte sie, 2017 nach Sevilla zu ziehen und ihrem Traum zu folgen, die Essenz des Flamenco von Grund auf zu erleben und zu erlernen.

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Shaahin Peymani

Shaahin Peymani
Shaahin Peymani

Shaahin Peymani ist ein in Teheran und Berlin lebender Komponist und Klangkünstler. Nach seinem Abschluss in Textiltechnik studierte er am Teheraner Konservatorium und setzt derzeit sein Masterstudium in Sound Studies und Sonic Arts an der Universität der Künste Berlin fort. Seine künstlerische Praxis umfasst Klanginstallationen, audiovisuelle Performances sowie Musik und Sounddesign für Animation, Film, Theater und Tanz.

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Maryam Katan

Portrait von der Künstlerin Maryam Katan
Maryam Katan

Maryam Katan ist eine iranische Künstlerin, die mit Animation, Film und audio-visuellen Installationen arbeitet. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich mit  Phänomenen der Verschiebung und der Neupositionierung von Bedeutungen in nicht originären Kontexten und sucht nach alternativen kognitiven Modellen.

Ihre frühe Suche konzentrierte sich hauptsächlich auf virtuelle Identität und Medienimmersion. Sie schenkt alternativen Aufführungsformatenund der Interaktion zwischen Video und Performance, Kunst im öffentlichen Raum und der offenen, nicht determinierten   Begegnung des Publikums mit dem Kunstwerk große Aufmerksamkeit. In letzter Zeit beschäftigt sie sich mit Animation als Ansatz, Bewegungsintervention und Reanimation als Akt des Widerstands.

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Amir Naghavi

Amir Naghavi ist ein iranischer, in Teheran geborener Bild- und Medienkünstler, der zwischen Video, Installation und Performance arbeitet. Amir betrachtet künstlerische Medien als Werkzeuge, um anekdotische Erzählungen zu verarbeiten, die aus seinen Träumen und seiner alltäglichen Erfahrung als Migrant stammen. Social-Media-Plattformen haben als Schaufenster für Amirs künstlerische Praxis fungiert und teilweise die Art und Weise beeinflusst, wie er sich im künstlerischen Prozess engagiert. Amir studiert derzeit Film an der Freien Universität Berlin.

Amir Naghavi
Amir Naghavi

„Ich verließ mein Land auf der Suche nach mehr Freiheit und Stabilität in meinem Leben und nach Möglichkeiten, frei im kulturellen Bereich zu arbeiten. Während ich dies schreibe, verschlimmern sich die finanziellen und sozialen Probleme im Iran aufgrund vielfältig ineinander greifender Probleme. Die Wirtschaft des Landes wird durch die Wirtschaftssanktionen erdrückt. Infolgedessen verlieren die Kulturszene und die Künste ihre Bedeutung und Relevanz als Mittel zur Bildung und zur Verbesserung des Lebens der Menschen. Daneben schränkt die brutale ideologische Rhetorik des herrschenden Regimes die Freiheiten der Menschen im Alltag ein. Wenn ich die Themen und Probleme meines Heimatlandes beschreibe, neige ich jedoch dazu, vorsichtig zu sein, um mich nicht als Opfer und mein Land nicht als ein Land der Opfer darzustellen (ein Diskurs, der eine eurozentrische Sicht auf die Welt reproduziert, wie ich finde). Ich gehöre zu einer eher privilegierten sozialen Gruppe im Iran. So konnte ich meine Interessen im Bereich der Kunst verfolgen und später nach Berlin kommen, um hier zu studieren und zu leben. Das ist für die überwältigende Mehrheit der iranischen Bevölkerung nicht möglich.“

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Luisa Zimmer Ritter

Luisa Zimmer Ritter ist eine Künstlerin, die zwischen Malerei, Zeichnung und Fotografie arbeitet. Ausgehend von einem kinematografischen Gedankenerschafft Luisa serielle Erzählungen, indem sie in jeder  Serie das Licht verändert und so den Farben ihrer lebendigen Motive eine Intensität verleiht, die die visuelle Perspektive neu definiert. Außerdem verwendet Luisa in ihrer Praxis oft Fotos ihrer Familie, um bei sich selbst Erinnerungen auszulösen, die als Grundlage für ihre Gemälde dienen.

Luisa Zimmer Ritter in ihrem Atelier
Luisa Zimmer Ritter in ihrem Atelier

Luisa Zimmer Ritter wurde in Montenegro, Rio Grande do Sul, einer Stadt mit deutscher Besiedlung im Süden Brasiliens, geboren. In Porto Alegre studierte sie bei der Malerin und Kunsthistorikerin Cláudia Barbisan (1965-2015). Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten zog Luisa Zimmer Ritter 2008 nach São Paulo, wo sie zunächst an der Höheren Schule für Werbung und Marketing (ESPM) studierte, bevor sie sich entschied, sich ganz der Malerei zu widmen. Seitdem hat sie als Assistentin für verschiedene Maler und Fotografen gearbeitet. Im Jahr 2012 wurde sie Mitglied des Organisations- und Kuratorenteams der 30. Biennale von São Paulo, was sich für sie als eine entscheidende, perspektivisch verändernde Erfahrung für ihre Kunstpraxis erwies. Da sie in den einflussreichsten Museen São Paulos arbeiten konnte, sammelte sie zudem Erfahrungen in den Bereichen Museologie, Restaurierung und Konservierung.

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